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Auswertung des Praktikums

Tipps für die 8. und 9. Klassen, was sie alles bei der Praktikumssuche beachten sollten

Liebe Mitschüler der 8. und 9. Klasse,

es gibt ein paar Dinge, die ich euch gerne für eure Praktikumssuche mitgeben möchte:

Zuallererst solltet ihr euch überlegen, in welche Richtung sich euer späterer Beruf, in dem ihr evtl. mehr als 40 Jahre verbringen werdet, aussehen soll:

Wollt ihr mehr drinnen oder draußen arbeiten, seid ihr Früh- oder eher Spätaufsteher, seid ihr eher Teammenschen oder Einzelkämpfer, liegt euch mehr ein sozialer Beruf oder etwas Wirtschaftliches, ist der Beruf mit einer Familie gut vereinbar …

Im Bau wird einem häufig körperliche Schwerstarbeit abverlangt, die nur Wenige bis zum Renteneintritt schaffen durchzuhalten; im Bereich Gastronomie, wo Wareneinkäufe getätigt, die in Lager gebracht werden müssen und/oder evtl. schwere Töpfe gehoben werden müssen, kann es auf Dauer ebenso bei Fehlbelastungen zu körperlichen Beschwerden kommen, so dass man in seiner Freizeit für einen Ausgleich sorgen muss.

Auch solltet ihr euch überlegen, ob ihr direkt nach der 9. bzw. 10. Klasse anfangen wollt zu arbeiten, eine Ausbildung zu machen oder ob ihr weiter zur Schule gehen mögt, um das Abi mit anschließender Ausbildung oder Studium zu machen.

Auch sollte euch klar sein, dass für jeden Beruf unterschiedliche Schulabschlüsse, für manche reicht der BBR, für andere der MSA, für viele aber ausschließlich das Abitur, gefordert sind.

Was mir bei meiner Praktikumswahl immens half, war die Beobachtung anderer in ihren Berufen, wie das Reden mit Verwandten, Bekannten, aber auch Fremden über ihre Berufswahl.

Das Interessante dabei war, dass ca. 1/3 der Befragten mit ihrer Berufswahl wunschlos glücklich waren, ca. ein weiteres Drittel mit ihrem Beruf zufrieden und ca. ein weiteres Drittel ihren Beruf am liebsten gewechselt hätte.

Somit kann ich nur sagen, überlegt gut bei der Wahl eures Berufes. Das Praktikum kann einen ersten Eindruck gewähren, ob einem der diesbzl. Beruf liegen könnte oder auch nicht.

Wenn ihr euch dann auf einen Beruf festgelegt habt, fangt rechtzeitig an, euch um euren Praktikumsplatz zu kümmern; wenn ihr z.B. in die Filmbranche wollt, solltet ihr mindestens ein ¾-Jahr vorher anfangen, Kontakte zu knüpfen und eure Bewerbungen rauszuschicken, da diese Branche sehr gefragt ist. Bei der Polizei muss man sich z.B. online bewerben und hat direkt im Anschluss einen Online-Test zu absolvieren, auf den man nach ca. einem Monat ein Feedback über den Wunsch-Praktikumsplatz erhält. Bei Einzelunternehmen kann es u.a. wiederum sein, dass man einfach in den Laden geht, fragt, ob Hilfe während des Praktikumzeitraums erwünscht ist und man sofort einen Praktikumsplatz angeboten bekommt.

Dies unterscheidet sich von Branche zu Branche und von Betrieb zu Betrieb. Eine Bewerbung kann mündlich persönlich oder telefonisch, aber auch schriftlich per Post oder Email erfolgen. Es kann auch ein Test erforderlich sein, der online oder vor Ort erfolgt. Alles ist möglich …

Seid offen für Neues! Viel Glück und Erfolg für eure Praktikumssuche!

Mit besten Grüßen



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